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Qualität im Wandertourismus

Die Qualität im Wandertourismus ist seit einigen Jahren meßbar geworden.

Mit den Qualitätsauszeichnungen erhalten die Wanderer transparente Orientierungs- und Entscheidungshilfen für die Wahl ihres Wanderziel.

Die Qualitätskriterien basieren auf Wünschen und Vorlieben der Wanderer und sollen damit die Attraktivität des Wanderweges messbar machen. Sie berücksichtigen neben Beschaffenheit, Streckenführung und Kennzeichnung des Wegs selbst auch Faktoren wie z.B. landschaftliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten, Abwechslungsreichtum und „Erlebnispotential“.

Überprüfbare Kriterien für qualitativ hochwertige Wanderwege bieten folgende Zertifikate in Deutschland:

- Prädikatsweg Wanderverband Deutschland

- Premiumweg Deutsches Wanderinstitut

Wenn ein Wanderweg ein definiertes Qualitätsniveau erreicht hat und dieses durch eine Prüfung bestätigt wurde, kann er mit dem jeweiligen Prädikat werben.

Des Weiteren wurden auch Kriterien für wanderfreundlichen Unterkünfte, die sowohl vom Deutschen Tourismusverband als auch vom Dt. Wanderverband verabschiedet wurden, verabschiedet.  

- Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland

Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“

Kriterien für das Prädikat "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland"

 

 

 

 

Basiskriterien, die erfüllt sein müssen:

  1. mindestens 35 % der Gesamtstrecke müssen naturbelassene Wege sein
  2. höchstens 5 % der Gesamtstrecke und höchstens 1.500 m am Stück dürfen schlecht begehbare Wege sein
  3. höchstens 20 % der Gesamtstrecke und höchstens 3.000 m am Stück dürfen Verbunddecken aufweisen
  4. höchstens 3 % der Gesamtstrecke und höchstens 300 m am Stück dürfen auf befahrenen Straßen liegen
  5. höchstens 10 % der Gesamtstrecke und höchstens 3.000 m am Stück dürfen neben befahrenen Straßen liegen
  6. 100 % der Gesamtstrecke muss eine nutzerfreundliche Markierung aufweisen
  7. bzgl. der Abwechslung müssen mind. 2 Formationswechsel auf 8 km liegen
  8. bzgl. des Erlebnispotentials müssen mind. 4 Punkte auf 8 km aus den Wahlkriterien 13–19 vorhanden sein
  9. höchstens 10 % der Gesamtstrecke und höchstens 3.000 m am Stück dürfen ein intensiv genutztes Umfeld aufweisen

 

Wahlkriterien:

 

Wegeformat

1. mindestens 1.000 m naturbelassene Wege (erdig, grasig bzw. landschaftstypisches Oberflächenmaterial)

2. neutrale Wertung für befestigte Wege mit Feinabdeckung (Oberfläche aus Feinmaterial mit Korngröße unter 15 mm)

3. höchstens 300 m schlecht begehbare Wege, z. B. aufgeschüttete Bruchsteindecke (Korngröße über 15 mm)

4. höchstens 500 m Verbunddecken (Teer, Beton, Pflaster auf der Gehspur)

5. mindestens 500 m, zählt doppelt ab 1.500 m Pfade (Gehspur von weniger als 1 m Breite)

6. höchstens 50 m auf befahrenen Straßen, einschließlich ungesicherter Fahrbahnquerungen

7. höchstens 300 m neben befahrenen Straßen, bis zu einem Abstand von einer Straßenbreite zum Fahrbahnrand

 

Wanderleitsystem/Besucherlenkung

8. lückenlose, fehlerfreie und eindeutige nutzerfreundliche Markierung (nach Markierungsrichtlinien für „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“)

9. mindestens 2 Wegweiserstandorte mit Entfernungsangaben

10. mindestens 2 Vernetzungen mit anderen markierten Wanderwegen

 

Natur/Landschaft

11. mindestens 3 Abwechslungen im Großen (wechselnde Landschaftsformationen)

12. mindestens 1.000 m Strecke mit natürlicher Stille (keine maschinen- und verkehrserzeugte Geräusche)

13. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) attraktive Naturlandschaft, z. B. Altwald, Waldwiese, Heide, eindrucksvolles Biotop

14. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) natürliches Gewässer, z. B. naturnahe Quelle, Bach, Fluss, See, Moor

15. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) punktuelle Naturattraktion, z. B. Gipfel, Schlucht, Felsen, Höhle, Wasserfall, Naturdenkmal

16. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) eindrucksvolle Aussicht (dauerhaft freies Blickfeld, mind. 45-Grad-Öffnung und 2.000 m Sichttiefe)

Hier alles auf einen Blick!

 

Prädikat „Premiumweg Dt. Wanderinstitut“

Mit dem „Deutschen Wandersiegel“ haben die Marburger Projekt-Partner Wandern Ende der 90er Jahre auf Anregung führender Touristiker einen Kriterienkatalog entwickelt, der es erlaubt, die Stärken und Schwächen eines Wanderweges möglichst objektiv und genau zu erfassen. Er besteht aus 34 Kriterien, die für jeden Kilometer Weges die Aufnahme von knapp 200 Merkmalen zum Wegeformat, zur Landschaft, ihren kulturellen Sehenswürdigkeiten und zivilisatorischen Barrieren, zum Wanderleitsystem und zu den Makrostrukturen des Umfeldes verlangen. Mit Punkten bewertet und gewichtet, gestatten sie kilometergenau, das Wanderererlebnis in Zahlen zu fassen.

Grundlage hierfür sind die Wünsche und Gewohnheiten der Wanderer, wie sie regelmäßig durch die „Profilstudien Wandern“ erhoben werden. Das Zertifikat wird nur an Premiumwanderwege vergeben, die die im Vergleich zu anderen Zertifikaten sehr hohen Ansprüche des „Deutschen Wandersiegels“ erfüllen. Sie bestehen neben dem Erfüllen von obligatorischen Kernkriterien vor allem im Erreichen einer hohen Zahl an Erlebnispunkten.

 

Die Qualitätskriterien:

Verbunddecke: max. 1.200m am Stück (bei Berührung attraktiver Ziele zzgl. 300 m bis max. 2.000m), max. 15% der Gesamtstrecke

Verkehrssicherheit: max. 150m am Stück, max. 3% der Gesamtstrecke

Neben-/Durchgangsstraßen: max. 1.200m am Stück (bei Berührung attraktiver Ziele zzgl. 300 m bis max. 2.000m), max. 10% der Gesamtstrecke

Weg mühsam begehbar: max. 500m am Stück, max. 5% der Gesamtstrecke

Nutzerfreundliche Markierung: Sichtmarkierung obligatorisch, bei Richtungswechsel mit Bestätigungszeichen auf Sicht. Sicheres Auffinden des Weges auf der gesamten Wegstrecke.

Abwechslung: mind. 2 deutliche Umgebungswechsel auf 6 km

Intensiv genutztes Umfeld: max. 1.000m am Stück (bei Berührung attraktiver Ziele zzgl. 300 m bis max 1.500m), max. 8% der Gesamtstrecke

 

Hier alle Informationen auf einen Blick 

Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland

Der Dt. Wanderverband hat gemeinsam mit dem Dt. Tourismusverband im Rahmen des Kooperationsprojekt "Wanderbares Deutschland" die Zertifizierung von wanderfreundlichen Unterkünften fixiert.

Um das Gütesiegel "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland" zu erlangen, müssen sowohl Kern als auch eine Mindestanzahl von Wahlkriterien erfüllt werden. Die Mindestanforderungen orientieren sich an den Ansprüchen der Wanderer, u.a.

- die Lage in einer attraktiven Wanderregion

- die Klassifizierung des Unternehmens nach geltenden Standards

- Bettenangebote auch nur für eine Nacht

- sowie wanderkundiges Personal.

Hier alles auf einem Blick!

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