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Harzer-Hexen-Stieg

kulturell

Rund um den Brocken
Schon Goethe, Fontane und Heine haben sich vom Brocken inspirieren lassen. Auf dem Gipfel gibt es heute neben dem Brockengarten auch ein Museum, das Brockenhaus. Es lädt zu einer kulturellen Verschnaufpause ein, um noch etwas mehr über die Geschichte und die Natur des Berges zu erfahren. Auf der Brockenumgehung, der Alternativroute zur Brockenbesteigung, kommen Sie in Elend an der kleinsten Holzkirche Deutschlands vorbei. Ihr Grundriss misst ca. 5,0 m x 11,0m und sie bietet gerade mal Sitzplätze für 80 Menschen. Ein nostalgisches Erlebnis ist die Fahrt mit einem Dampfzug der Harzer Schmalspurbahnen. Das historische Streckennetz, das auch zum Brocken hochführt, ist 130 km lang und damit das größte Schmalspurnetz mit einem regelmäßigen ganzjährigen Betrieb in Europa.

Rund um den Bergbau
Bergbaugeschichte können Sie in verschiedenen Schaubergwerken und Erlebnisgruben sowie auf geologischen und bergbauhistorischen Wanderwegen nacherleben. Wer noch mehr erfahren möchte, sollte dem Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld einen Besuch abstatten. Es ist eines der ältesten technikhistorischen Museen Deutschlands. Auf dem Weg selbst ist bergbaugeschichtlich besonders die zweite Etappe vom Bärenbrucher Teich bis nach Torfhaus entlang der Gräben, Kanäle und Teiche des Oberharzer Wasserregals interessant. Auf der Brockenumgehung kommen Sie dann durch die historischen Bergbaustädte St. Andreasberg und Braunlage. In St. Andreasberg können Sie die Grube Samson, ein altes Silberbergwerk, besichtigen (Etappe 3). Ein weiteres Erlebnisbergwerk, "Drei Kronen & Ehrt" finden Sie in Elbingerode (bei Etappe 4). Auf dem Weg zur Königsburg bei Königshütte (Ausgangspunkt der Etappen 4) stehen einige gusseiserne Säulen. Sie stammen aus dem 19. Jahrhundert, als in den Gießereien des Ortes gusseiserne Bauelemente hergestellt wurden. Auf der südlichen Route um die Rappbodetalsperre gelangen Sie bei Hasselfelde auf den Köhlerpfad mit einer Köhlerhütte und verschiedenen Meilerplätzen. Von weitem schon riechen Sie die rauchenden Kohlemeiler des Stemberghauses. Hier wird immer noch Holzkohle hergestellt. Im angeschlossenen Köhlereimuseum erfahren Sie alles Wissenswerte über dieses für die Erzverhüttung so wichtige alte Handwerk.

Rund um die Bräuche
In keinem anderen Mittelgebirge Deutschlands existieren so viele Hexenlegenden und -bräuche wie im Harz. Höhepunkt des Hexentreibens ist alljährlich die Walpurgisnacht, die seit Goethes "Faust" weit über die Grenzen des Harzes und Deutschlands hinaus bekannt ist. In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai  tanzen die Hexen dann nicht nur auf dem Blocksberg (Brocken) und auf dem Hexentanzplatz bei Thale: Nahezu jeder Ort im Harz veranstaltet dann seine eigene traditionelle Walpurgisfeier mit allerlei Hexenzauber und Teufelsspuk. Einer der ältesten und außergewöhnlichsten Bräuche im Harz ist das so genannte "Finkenmanöver", bei dem Buchfinken in Käfigen zum Wettsingen gebracht werden. Der Harzer Roller ist nicht nur ein Käse sondern auch der Name für die Kanarienvögel, die seinerzeit von Bergleuten mit unter Tage genommen wurden. Millionen von Vögeln wurden von Harzer Züchtern in alle Welt verschifft.

 

 

Im Brockenhaus kann man viel Interessantes  über den Berg erfahren. Der nahe Brockengarten beheimatet über 100 verschiedene Gebirgspflanzen aus aller Welt.

In Elend steht die kleinste Holzkirche Deutschlands. Der Altar hat Rollen, um ihn bei Bedarf zur Seite schieben zu können.

Hexentreiben zur Walpurgisnacht gibt es in vielen Orten. Zentraler Treffpunkt der Hexen ist dann der Hexentanzplatz auf dem Brocken.

Das Oberharzer Wasseregal ist ein ausgeklügeltes System aus Gräben, Kanälen und Teichen, das zur Versorgung und Entwässerung der Erzbergwerke diente.