Harzer-Hexen-Stieg
natürlich
Wälder, Moore und Talsperren
Ausgedehnte Fichten- und Buchenwälder prägen das Landschaftsbild des Harzes vielerorts. Besonders urwüchsig sind sie im Gebiet des Nationalparks Harz. Unterbrochen werden sie immer wieder von leuchtend grünen Bergwiesen und Hochebenen, die von Mai bis Juli mit Blumen übersät sind. Oberhalb von ca. 900 m, rund um das Granitmassiv des Brockens, geht der Wald in eine subalpine Landschaft über mit ausgedehnten Hochmooren und Heideflächen. Unzählige natürliche und künstliche Wasserläufe durchziehen die Landschaft und säumen den Wegesrand. Das viele Wasser sammelt sich in zahlreichen Talsperren, von denen die Rappbodetalsperre (Etappe 4) die größte ist.
Granitfelsen, Tropfsteinhöhlen und wilde Schluchten
Am Brocken erheben sich gewaltige, von Regen und Wind rundgewaschene Granitklippen aus dem Grund. Die bekanntesten sind die Feuersteinklippen und der Ahrensklint bei Schierke (Etappe 3). Schwindelfreie können die 822 m hohe Felsgruppe des Ahrensklint über Eisenleitern besteigen. In die Erde hinein dagegen führen die Rübeländer Tropfsteinhöhlen (Etappe 4, auf der nördlichen Route um die Rappbodetalsperre). Funde belegen, dass sie teilweise bereits in der Altsteinzeit von Menschen bewohnt waren. Das wild-romantische Bodetal zwischen Treseburg und Thale (Etappe 5) schließlich bietet ein besonders eindrucksvolles Felserlebnis. Wegen seiner fast senkrecht aufragenden Granitwände, zwischen denen sich die Bode wild rauschend und schäumend hindurchzwängt, wird es auch der "Grand Canyon des Harzes" genannt. Hier finden Sie den berühmten Hexentanzplatz und die Roßtrappe, wo bis zu 250 hohe Granitwände ein imposantes Bühnenbild darstellen.
Eisvogel, Edelweiß und Grottenolm
Das Bodetal (Etappe 5) gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands. Besonders in den unzugänglichen engen Seitentälern leben viele seltene Tier- und Pflanzenarten wie Wasseramsel und Eisvogel, Echtes Mädesüß, Orchideen und der blauviolette Alpenlattich. Rund um den höchsten Berg Norddeutschlands, den Brocken, wachsen in subalpinem, extremem Klima Pflanzen, die man sonst nur im Alpenraum findet. Im historischen Brockengarten auf dem Gipfel kann man nach seiner Erneuerung heute wieder eine große Vielzahl einheimischer und alpiner Pflanzen bestaunen, wie die Brockenanemone, Silberwurz, Edelweiß, stengellosen Enzian und die Kartoffelblume. Wer sich für die Tierwelt in Höhlen interessiert findet in der Hermannshöhle in Rübeland (Etappe 4) eine ganz besonders interessante und seltene Lurchart, den aalähnlichen blinden Grottenolm.














