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Harzer-Hexen-Stieg

der Weg

Hohe Berge und tiefe Schluchten
Wild und erlebnisreich, verwunschen und geheimnisvoll - kaum ein anderer Trail in Deutschland bietet so viel Abwechslung wie der Harzer-Hexen-Stieg. Mal sanft und geruhsam, dann wieder steil und herausfordernd, durchquert der herrlich naturnahe Fernwanderweg die üppig grüne und von zahlreichen Tälern durchzogene Bergwildnis des Harzes. Von West nach Ost (oder umgekehrt), mitten durch den Nationalpark Harz hindurch, über die ehemalige innerdeutsche Grenze hinweg, hinauf zum gewaltigen Brocken und zwischen den fast senkrechten Granitwänden der spektakulären Bodetalschlucht hindurch, dem gewaltigsten Felsental nördlich der Alpen. Erschlossen über den ÖPNV entlang des Wanderweges, die Harzer Schmalspurbahnen und eine Vielzahl von Wanderparkplätzen.

Hochmoore und Schmalspurbahnen
Der Stieg führt Sie durch urwüchsige Wälder und stille Bachtäler, dunkle Hochmoore und blühende Bergwiesen, schroffe Felsgärten und subalpine Heidelandschaften. Hier stoßen Sie auf einen idyllischen Badesee, dort können Sie einen spannenden Abstecher in eine verzauberte Tropfsteinhöhle machen. Sie begegnen Hexen und Holzkirchen, dampfschnaubenden Schmalspurbahnen und schlendern durch verwinkelte Fachwerkgässchen. Sowohl gemütliches als auch anspruchsvolles, fast alpin anmutendes Wandern sind möglich. Neben dem Hauptweg gibt es Wegalternativen zur Umgehung des Brockens und um die Rappbodetalsperre herum, die sich auch für Rundwanderungen eignen. Eine kleine grüne Hexe auf weißem Grund sorgt dafür, dass Sie sich nicht verlaufen.

Bergbau und Wasser
Der Harzer-Hexen-Stieg führt durch eine historische Bergbaulandschaft. Über 1000 Jahre Erz- und Silberbergbau haben Landschaft und Leute des Harzes geprägt. Die Spuren sind allgegenwärtig. Sie wandern über historische Eselspfade, auf denen das Erz mühsam zu Tal befördert wurde, vorbei an alten Stollen und Hüttenanlagen, Kohlenmeilern und Schaubergwerken und den unzähligen Gräben und Kanälen des "Oberharzer Wasserregals", eines ausgeklügelten Wassersammelsystems, das vom 16. bis 19. Jahrhundert zum Betrieb der Bergwerke diente. Wasser begegnet Ihnen fast auf jedem Schritt und Tritt, mal als leise plätschernder Bach, mal wild durch eine Felsenschlucht brausend und mal still ruhend als Bergsee oder Talsperre.

Wegverlauf
Der 94 km - auf der Brockenumgehung 107 km - lange Weitwanderweg führt in westöstlicher Richtung in fünf Etappen von Osterode einmal quer über den Harz bis nach Thale oder umgekehrt. Die beiden ersten Etappen führen durch die historische Bergbaulandschaft des Oberharzes und durch den Nationalpark Harz, weiter über die frühere innerdeutsche Grenze hinweg, bis hinauf auf den 1142 m hohen Gipfel des Brocken (Etappe 3), den höchsten Berg Norddeutschlands. Zur Umgehung des Brockens kann man ab Torfhaus eine landschaftlich ebenfalls sehr reizvolle, aber weniger anstrengende Alternativroute mit geringeren Höhenunterschieden durch urwüchsige Wälder und das Odertal wählen. Diese Strecke führt über die Talsperre Oderteich, die Bergstädte St. Andreasberg und Braunlage sowie den Ort Elend bis nach Königshütte. Von Königshütte aus stehen um die Rappbodetalsperre herum erneut zwei Wegalternativen zur Wahl, beide jeweils 21 km lang. Die nördliche Route verläuft auf den Spuren des Montanbaus über Rübeland, die südliche auf dem Köhlerpfad über Hasselfelde nach Altenbrak. Dort treffen beide Wege wieder zusammen und nehmen Sie nun gemeinsam an die Hand durch das spektakuläre Bodetal bis nach Thale, dem Endpunkt des Hexen-Stiegs.