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Hermannshöhen

natürlich

Wald und Licht
Nahezu der gesamte Streckenverlauf der Hermannshöhen® führt durch Naturparkgebiet. Zwischen Ibbenbüren und Bielefeld (Etappen 2-5) durch den Naturpark TERRA.vita. Südlich davon durch den Naturpark Eggebirge und südlicher Teutoburger Wald. Ausgedehnte Buchenwälder prägen das Bild. Auf dem kalkhaltigen Boden fühlen sie sich besonders wohl. Sie wandern durch Kalkbuchenwälder, die im Frühjahr mit einem Meer von Buschwindröschen übersät sind und durch alte, lichtdurchflutete Buchenhallenwälder, hier und dort unterbrochen von einer Waldlichtung, Wiesen oder Bergweiden.

Seltene Arten
Die zahlreichen Naturschutzgebiete entlang der Hermannshöhen® sind Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Alte Steinbrüche dienen hier ebenso als Lebensraum wie ehemalige Bergbaustollen, die nun vor allem von Fledermäusen bevölkert werden. In der Bleikuhle bei Blankenrode, einem heute ebenfalls geschützten Gebiet im Naturpark Eggegebirge, ist der Boden wegen des Bleierzvorkommens so belastet, dass er für gewöhnliche Pflanzen zu giftig ist. Hier wachsen daher nur Pflanzen, die gegen Blei unempfindlich sind wie das endemische Galmeiveilchen, das tapfer-violett in die Sonne strahlt.

Gewaltige Felsen
Ihre Entdeckungsreise über die Hermannshöhen® führt Sie durch eine geologisch höchst interessante Region. Neben vielfältigen Karstformen begegnen Ihnen immer wieder gewaltige Sandsteinklippen. Gleich zu Beginn, am Startpunkt der dritten Etappe bei Tecklenburg, stoßen Sie auf die Dörenther Klippen mit ihrer markanten Felsfigur, dem "Hockenden Weib". Auch die sagenumwobenen Externsteine bei Detmold (Etappe 8) am tiefsten Punkt des Eggeweges sind von Wind und Wasser aus Sandstein geformt. Einige der dreizehn mächtigen Einzelfelsen sind begehbar, zwei sogar mit einer Brücke verbunden. Man vermutet, dass das Naturdenkmal in vorgeschichtlicher Zeit eine heidnische Kultstätte war.

Stille Wasser
Unterhalb des Hermannsdenkmals bei Hiddesen (Nähe Detmold, Etappe 8) führt der Weg direkt am Naturschutzgebiet Donoper Teich im Hasselbachtal vorbei. Rund um den Teich breitet sich das einzige noch lebende Hangmoor des Teutoburger Waldes aus. Neben dem fliegenfangenden Sonnentau sind hier mehr als zehn verschiedene Torfmoosarten heimisch. Auf der letzten Etappe, wenn der Eggeweg hinter dem Klippen- und Felsenmeer kurz vor der Stadtwüstung Blankerode den Kamm des Eggegebirges verlässt, erreichen Sie ein weiteres interessantes Naturschutzgebiet, das Schwarzbachtal. Das europäische Schutzgebiet ist eines der bedeutendsten Biotope für Schwarzstörche in Deutschland.

 

 

Im Silberbachtal wurde vor ein paar Jahrunderten tatsächlich nach Silber gesucht, bis man erkannte, dass der eigentliche Schatz in der Kraft des Wassers lag.

Der Eggeturm steht auf dem 468 m hohen Preußischen Velmerstot. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Teutoburger Wald.

Das"Hockende Weib", ein Teil der Dörenther Klippen, verdankt seinen Namen der Legende, dass eine Mutter versteinerte, während sie ihre Kinder vor einer Flut schützte.

Im Naturschutzgebiet an den Donoper Teichen gibt es zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Hier finden sich allein zehn verschiedene Torfmoosarten.