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Rennsteig

natürlich

Bewaldet
Im ersten Abschnitt von Hörschel bis in die Gegend von Ebertswiese führt der Weg durch Bergmischwälder. Danach prägen vorwiegend Fichten das Landschaftsbild des Thüringer Waldes, des größten zusammenhängenden Waldgebiets Deutschlands. Älter als 200 Jahre sind die Koniferen im Hungertal bei Gehlberg, im Saargrund nach Siegmundsburg hinauf und im Kehltal bei Oberhof. Das UNESCO-Biosphärenreservat Vessertal zeigt sich als besonderes Kleinod mit einer einzigartigen und ursprünglichen Landschaft, in der Bergwiesen, Waldflächen und Regenmoore in ihrer Schönheit miteinander konkurrieren.

Blumig
Weitläufige Wiesenflächen, wie die Ebertswiese (km 44) mit dem Bergsee und dem Splitterfall sorgen für eine Auflockerung der Waldfläche. Der auf 780  Meter Höhe in einem ehemaligen Porphyr-Steinbruch gelegene, von steilen Felsen eingeschlossene Bergsee, zählt zu den schönsten Badeseen des Landes und lädt besonders in der warmen Jahreszeit zu einer Erfrischung ein. Im nahe gelegenen Splitterfall, dem höchsten natürlichen Wasserfall Thüringens, stürzt sich die Splitter in mehreren Kaskaden mehr als  20 Meter in die Tiefe. Aber auch seltene Blumen kann man am Rennsteig bewundern: Im Rennsteiggarten in Oberhof entfalten in der Blütezeit von Mitte Juni bis Mitte August fast 4.000 rare Gebirgspflanzen ihre ganze Schönheit in farbenfrohen Blüten und betörenden Düften.

Steinreich
Hohe Berge - alle über 800 m ü. NN - wie der Trockenberg (807 m), der Jagdberg (806 m), der Große Inselsberg (916 m) bieten weit reichende Ausblicke über das Thüringer Land bis zum Harz und zur Rhön. Seinen höchsten Punkt erreicht der Rennsteig auf der 973 m hohen Pläckners Aussicht am Großen Beerberg (982 m). Die Marienglashöhle bei Friedrichroda gilt als eine der größten und schönsten Gipskristallgrotten Europas. Die Gipskristalle, die hier zu sehen sind, dienten einst der Ausschmückung von Marienbildern, was zu ihrem Namen führte. Etwas abseits des Rennsteigs liegen die Saalfelder Feengrotten. Die Tropfsteinhöhle in einem ehemaligen Bergwerk fasziniert mit Steinfarben in über 100 Brauntönen.

 

 

Wiesen lockern die Waldflächen auf, die so typisch für den Thüringer Wald sind.

Die Splitter speist den höchsten natürlichen Wasserfall Thüringens: 20 m stürzt das Wasser hier in die Tiefe.

Die Städte entlang des Weges fügen sich harmonisch in die Landschaft ein, wie Gotha, die "Stadt der Naturwissenschaften und Künste".

Die Höhenlagen des Rennsteigs sind im Winter häufig schneebedeckt. Wintersport ist an verschiedenen Orten möglich.