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Rheinsteig

natürlich

Erloschene Vulkane und Fels
Der Rheinsteig folgt dem Rhein durch drei verschiedene Landschaftstypen: Das vulkanische Siebengebirge mit ausgedehnten Wäldern, tief eingeschnittenen Tälern und zahlreichen Trachyt- und Basaltaufschlüssen, das Mittelrheintal mit seinen mächtigen, schroffen Felsen, die wie die viel besungene Loreley steil zum Rhein hin abfallen und den sanft hügeligen, lieblichen Rheingau mit seinen flachen, bunten Weingärten. Nicht nur die Natur selbst, sondern auch die intensive Nutzung durch den Menschen hat die Landschaft über Jahrtausende geprägt. Bereits die Römer legten die ersten Weinterrassen an.

Küchenschellen und Feuerfalter
Die Tier- und Pflanzenwelt entlang des Rheinsteigs ist aufgrund des milden Klimas besonders artenreich. Rund ein Drittel des gesamten Artenbestandes in Deutschland ist hier beheimatet. Selbst Pflanzen und Tiere aus dem Alpen- und Mittelmeerraum fühlen sich hier heimisch, wie die Küchenschelle und die Smaragdeidechse. Seltene Feuerfalter flattern über die Wiesen und Blindschleichen schlängeln sich über die warmen Schieferböden. Rund um den Stux, eine Erhebung bei Unkel, kann man die Zaunechse oder Johanniskraut finden. Hungerblümchen, Zwergmispel und Felsenbirne wachsen im Naturschutzgebiet Langenbergskopf bei Leutesdorf.

Mäander und Fontänen
Entlang des Weges haben Sie immer wieder herrliche Ausblicke auf den Rhein, der sich hier kurvenreich durch das Tal durch eine artenreiche Vegetation schlängelt. Besonders spektakulär ist die riesige Doppelschleife zwischen Braubach und Filsen. Hier macht der Fluss zweimal hintereinander eine 180 Grad-Kehre. Von den Leutesdorfer Anhöhen kann man bei guter Sicht eine besondere Wasserattraktion sehen: den größten Kaltwassergeysir der Welt bei Andernach. Das Wasser schießt hier an ausgewählten Tagen von Kohlensäure getrieben bis zu 60 m in die Luft.

Burenziegen und Kirschblüten
Im Garten der Schmetterlinge, einem klimatisierten Glashaus auf der Burg Sayn können Sie zartschöne, farbenfrohe Schmetterlinge aus Afrika, Asien und Südamerika bewundern, wie den Atlas-Spinner aus China. Dieser Großschmetterling wird 25 cm groß. Zwischen Kamp-Bornhofen und der Höhe von Lykershausen begegnen Sie mit etwas Glück Burenziegen aus Südafrika. Sie gehören zu einem Projekt, das die weitere Verbuschung der nicht mehr genutzten Weinberge verhindern soll, um die Vielfalt der Landschaft zu erhalten. Auf der gleichen Etappe informiert der Naturlehrpfad Mittelrhein über die verschiedenen Baumarten entlang des Weges. Im Frühling verwandelt die Kirschblüte die Umgebung rund um die Rieslingdomäne Schloss Johannisberg und bei Frauenstein in ein wahres Blütenmeer.

 

 

Aufgrund des milden Klimas ist das Rheintal besonders artenreich. Entlang des Steigs finden Sie daher eine Vielzahl heimischer Pflanzen und Tiere.

Der Rheinsteig eröffnet Ihnen immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Fluss, wie hier bei Spitznack.

Der Rheinsteig führt durch drei verschiedene Landschaftstypn. Im Rheingau lösen sanfte Hügellandschaften die schroffen Felsen des Mittelrheintals ab.

Immer wieder quert der Steig schmale Bach- und Flusstäler wie hier am Wasserfall Stux bei Unkel. Um diesen Wasserfall haben sich einige seltene Falterarten angesiedelt.