Westerwald-Steig
der Weg
Der Westerwald-Steig von Herborn nach Bad Hönningen lebt von der Abwechslung und überrascht auf insgesamt 235 Kilometern Wegstrecke immer wieder aufs Neue. Das schaffen der angenehme Wechsel von naturbelassenen schmalen Pfaden zu breiteren Waldwegen, von menschenleerer Landschaft zu Natur- und Kulturdenkmälern. Viele Sehenswürdigkeiten entlang des Weges laden zu einem längeren Aufenthalt ein. Ob es ein Landschaftsmuseum oder ein Basaltpark, eine Schlucht oder der Weg zum „Ende der Welt“ ist – es gibt viel zu entdecken!
Von Herborn führt der Weg über die höchste Erhebung des Westerwaldes, der Fuchskaute (657 m), entlang der Krombachtalsperre. Eine Attraktion auf dem Weg nach Westerburg ist sicherlich die Holzbachschlucht. Heruntergebrochene Basaltblöcke und umgestürzte Bäume lassen das enge Tal mit einer Länge von 1 km einer wildbachartigen Schlucht ähneln. Ein Besuch des nahe an Westerburg gelegenen 80 ha großen Wiesensees ist Pflicht. An der Westerwälder Seenplatte vorbei kommt man zum größten Basaltabbaugebiet im Westerwald, dem Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel. In der beeindruckenden Steinbruchkulisse kann man 25 Millionen Jahre Erdgeschichte verfolgen sowie eine international bedeutsame Fossilienlagerstätte mit einmaligen Funden aus dieser Zeit bewundern. Auch für die Kurstadt Bad Marienberg sollte eine längere Ruhepause eingeplant werden.
Auf dem Barfußpfad mit 18 verschiedenen Bodenbelägen können sich die müden Füße wieder erholen. Gleich nebenan befindet sich der Apothekergarten nach Pfarrer Kneipp mit mehr als 100 verschiedenen Pflanzen. Durch den mittlerweile stillgelegten Basaltpark führt der Weg über die Basaltsteinformation Wolfstein zum mittelalterlichen Städtchen Hachenburg. Das Landschaftsmuseum ist ein Muss für den Wanderer. Das Freilichtmuseum zeigt alte Wohnhäuser, eine Schule, ein Backhaus sowie eine Ölmühle und einen Dorfbrunnen mit Kräutergarten. Über den historischen Marktplatz führt der Westerwald-Steig zum Zisterzienserkloster Marienstatt. Von Marienstatt führt einer der schönsten Abschnitte zum Kloster Marienthal. Der Marienwanderweg ist ca. 20 km lang und führt „Auf den Spuren der Mönche“ entlang der großen und kleinen Nister. Bei Limbach kann man das mittelalterliche Dachschieferbergwerk „Assberg“ besichtigen, das durchgehend geöffnet ist. Ein weiteres Highlight auf diesem Abschnitt ist der Naturpfad „Weltende“. Der Name basiert auf der Tatsache, dass der kleine Ort Alhausen nur über einen Weg erreichbar war. Der 389 m hohe Beulskopf mit seinem 35 m hohen Raiffeisenturm bietet eine tolle Fernsicht über den Westerwald. Erinnerungen an den großen Reformer und Gründer des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen Friedrich-Wilhelm Raiffeisen werden in Weyerbusch und Flammersfeld wach. Hier regierte Raiffeisen als Bürgermeister. Durch das renaturierte Grenzbachtal mit dem Aufstieg zum Aussichtspunkt Hölderstein führt der Weg in das wunderschöne, idyllische Wiedtal. Entlang des romantischen Flüsschens führt der Westerwald-Steig über Waldbreitbach nach Bad Hönningen an den Rhein. Am Zielpunkt des Qualitätswanderweges wird im Mai 2009 die RömerWelt offiziell eröffnet, in der man die Geschichte der Römer hautnah erleben kann.











