Westweg
natürlich
Stürmisch und sanft
Der Sturm "Lothar" fegte am zweiten Weihnachtstag 1999 über den Schwarzwald, entwurzelte und brach über weite Strecken riesige Waldbeständen. Auf der Badener Höhe am 1155 m hohen Schilfkopf wurde auf einer solchen Bruchfläche ein Sturmlehrpfad angelegt. Über Stege und Brücken kann man durch die wilde Szenerie der Windbruchzone (Etappe 4) wandern. Stürmisch-alpin mutet auch die mit Granitklippen durchsetzte Waldschlucht des Murgtals an. Die Murgbrücke überspannt das Tal bei Forbach (Startpunkt der Etappe 3) und ermöglicht Ihnen traumhafte Blicke hinab in die spektakuläre Schlucht. In Triberg (zwischen Hausach und dem Feldberg) stürzen Deutschlands höchste Wasserfälle (163 m) in sieben Stufen in die Tiefe. Im Kontrast zu den tief eingeschnittenen, engen Tälern stehen duftende Streuobstwiesen, beruhigende Bergheiden und baumlose Grinden.
Felsig und steil
Zahlreiche hohe Berge machen den Westweg zu einem anspruchsvollen Weg für geübte Wanderer. Feldberg, Herzogenhorn, Belchen, Hornisgrinde, Blauen und Brend sind alle weit über 1000 m hoch. Die Aussicht von hier oben muss man sich also meist erst einmal "erarbeiten". Aber es lohnt sich. Vor allem der Feldberg, mit 1493 m der höchste Gipfel des Schwarzwaldes und - außerhalb der Alpen - auch Deutschlands, bietet ein grandioses Bergpanorama. Aber auch von Hornisgrinde, Brend und Blauen hat man eine herrliche Aussicht auf das Umland. Der Belchen (1414 m), ein imposanter Einzelberg, beeindruckt mit steilen, allseits bis zu 1000 m hohen Flanken und am Herzogenhorn (1415 m), dem zweitgrößten Bergmassiv des Schwarzwaldes, finden Sie seltene, unter Naturschutz stehende Pflanzen.
Dunkel und mystisch
Dichte dunkle Tannenwälder und lichte hohe Mischwaldbestände sind typisch für den Schwarzwald. Sie kommen auf Ihrem Weg aber auch an einsamen Karseen vorbei. Der Mummelsee in der Nähe der Hornisgrinde (hinter Forbach) ist der bekannteste von ihnen im Nordschwarzwald. Auch die Moore, wie die Hochmoorfläche rund um Wildsee und Hohlohsee (Etappe 2) tragen im Norden zur dunkel-mystischen Tönung der Landschaft bei. Der Westweg führt Sie durch die beiden Naturparks des Schwarzwaldes. Mit etwas Glück erspähen Sie hier neben Rehen, Hirschen und Wildschweinen auch seltene Tiere wie Kolkraben, Dreizehenspecht und Sperlingskauz, vereinzelt sogar Luchs und Auerhahn, den Charaktervogel des Schwarzwalds.














