Wandertouren mit Geschichte

 

30 Jahre Mauerfall

Am 9. November ist es soweit: Der Fall der Berliner Mauer ist 30 Jahre her. Ein guter Grund, einmal die zwei Top Trails of Germany zu bewandern, die teilweise entlang der ehemaligen Grenze verlaufen: der Harzer-Hexen-Stieg und der Kammweg Erzgebirge-Vogtland. Hier erfährt man alles zur Teilung Berlins, dem Kalten Krieg und der Friedlichen Revolution von 1989.

Geschichte Hautnah erwandern - entlang Grenzbefestigung - vom Grenzbahnhof bis zum Deutsch-Deutschen Museum Mödlarreuth

Auch auf dem Kammweg Erzgebirge-Vogtland begegnet man der Geschichte hautnah. Vier Jahrzehnte trennte der „Eiserne Vorhang“ das geteilte Deutschland. Der sogenannte Totesstreifen entwickelte sich zum Grünen Band, einem Rückzugsgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten, dem der Kammweg oft folgt. Vor allem auf den letzten beiden Etappen zwischen Burgsteingebiet und Blankenstein findet man Reste der ehemaligen Grenzbefestigung, den Grenzbahnhof und das hochinteressante Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth, den als »Little Berlin« bekannt gewordenen Ort. Das passende Angebot „KAMM ganz kurz“ beinhaltet drei Übernachtungen /Frühstück mit zwei Wandertagen auf dem Kammweg (Etappe 16 und 17), Lunchpakete, Karten und anderes mehr und ist buchbar von Mai – Oktober. Mehr dazu: http://moedlareuth.de

Auf historische Spurensuche

Auch durch die Harzer Landschaft verläuft das Grüne Band und kreuzt dabei an einigen Stellen den Harzer-Hexen-Stieg. Wer entlang der Route Halt auf Torfhaus macht, kann hier im alten Siedlungsgebiet auf historische Spurensuche gehen. Auf seiner Tour „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ informiert der BUND über die Zeit des Bergbaus, die DDR-Geschichte und wie das Grüne Band heute als Lebenslinie zum Schutz der Natur beiträgt. Hoch zum Brocken führt die Strecke weiter auf dem früheren ,,Kolonnenweg" der DDR-Grenztruppen.  Auf dem Gipfel des ehemaligen Sperrgebiet angekommen, können Wanderer in der multimedialen Ausstellung des Brockenhauses in die Geschichte der Ost-West-Spionage eintauchen. Zu DDR-Zeiten wurden hier von der einstigen Stasi-Abhörzentrale Urian aus westdeutsche Telefon- und Funkverbindungen abgehört. Weitere Einblicke in die Vergangenheit bietet zudem der Harzer Grenzweg am Grünen Band. Auf größtenteils verschwiegenen Grenzpfaden entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, verbindet er auf einzigartige Weise die Natur, Kultur und Geschichte des Harzes. Mehr Infos: www.gruenes-band-harz.de.