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Wandern - Definition

"Der Begriff Wandern wird heute außerordentlich vielfältig verwendet. Aus touristischer Sicht wird der Begriff häufig als eine Freizeitaktivität beschrieben und teilweise mit anderen kombiniert: Wasserwandern, Wanderreiten, Radwandern sind nur einige Beispiele, denen aber eins gemeinsam ist: Die Überwindung einer größeren Distanz mit angemessener Geschwindigkeit. Ähnlich weit definiert auch der Brockhaus das Wandern als Bezeichnung „für vielfältige Formen der aktiven Erholung zu Fuß, per Fahrrad, mit Boot, Skiern oder auf dem Pferd; es dient der Gesundheit, ist ein Naturerlebnis und wird aus sozialen und kulturellen Gründen betrieben“.

Seit 2002 gilt als gängige Unterscheidung zwischen Wandern und Spazierengehen die Begriffsabgrenzung des Deutschen Tourismusverbandes e.V. und des Deutschen Wanderverbandes: 

»» Reduziert auf seinen Kern, wird unter Wandern die Fortbewegung zu Fuß verstanden.

Nach Schumann, stellt Wandern eine erweiterte Form des Gehens dar, wobei sich Gehen von anderen Laufsportarten wie z.B. Joggen, durch den biomechanischen Umstand unterscheidet, „eine Fortbewegung zu Fuß mit Schrittfolgen ohne Flugphase darzustellen“. Wandern stellt nach Schumann weiterhin eine zielgerichtete und zweckorientierte Aktivität dar und wird dadurch von alltäglichen Bewegungsformen und Pflichtbewegungsformen wie dem Gang zur Arbeit abgegrenzt.

»» Der Unterschied zwischen Wandern und Spazierengehen liegt in unterschiedlichen Streckenlängen und zeitlichen Größenordnungen. Sportmediziner verbinden das Wandern mit einer gewissen – sportlichen – Mindestgeschwindigkeit: Wandern beginnt bei einem Fußmarsch mit einer Mindestgeschwindigkeit von 5 – 6 km/h.

Aus touristischer Sicht ist diese Auslegung jedoch unrealistisch, da sie Streckenprofil und landschaftlichen Charakter vernachlässigt und den Umstand außer Acht lässt, dass gerade bei touristischer Betrachtung in der Regel der leistungsorientierte Charakter des Wanderns etwas in den Hintergrund tritt. So kommt ein mäßig trainierter Mittelgebirgswanderer auf einen Schnitt von ca. 3 – 5 km/h und liegt damit deutlich unter der sportmedizinischen Definition. Damit eine Definition des Wanderns auch aus touristischer Sicht anwendbar wird, schränken Menzel et al. die zeitliche Dauer auf eine Mindestdauer von zwei Stunden ein und verzichten auf eine Entfernungsrelation, sondern stellen vielmehr die dahinter stehende Motivation in den Vordergrund: Das Erleben von Natur und Landschaft, Entspannung, Gesundheit sowie das Bedürfnis, etwas Neues kennen zu lernen. Das sehr unspezifische Schlagwort vom „Genußwandern“ umschreibt diese Kombination unterschiedlicher Motive, bei denen das Natur- und Kulturerlebnis vor der sportlichen Motivation steht. Trotzdem weist das Wandern eine sportliche Komponente auf: Die körperliche Beanspruchung, die zusätzlich zu den alltäglichen Bewegungsformen ausgeübt wird. Wandern wird freiwillig ausgeübt und dient in Kombination mit den genannten Motiven einem Selbstzweck."

 

Quelle: Begriffsdefinition lt. aktueller Studie:  Grundlangenuntersuchung Freizeit und Urlaubsmarkt Wandern – vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

 

 

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